Freuen sich auf die Duelle mit Florenz -Patrick Herrmann und Dieter Hecking. Foto: Dirk Päffgen, für Fohlen-Hautnah.de
»Richtig Bock auf das Sechzehntelfinale«
Vor dem Spiel gegen den AC Florenz
Geschrieben von Andreas Plum | 15.02.2017 - 19:12 Uhr

Borussia Mönchengladbach darf wieder seine Visitenkarte in Europa abgeben. Im Sechzehntelfinale der Europa League empfangen die Borussen am Donnerstag den AC Florenz. Trainer Dieter Hecking und Patrick Herrmann standen am Mittwoch auf der obligatorischen Pressekonferenz vor dem Spiel Rede und Antwort.

Trainer Dieter Hecking über:

...das morgige Spiel:

Solche Europapokalabende sind Festtage für den gesamten Verein, die Fans und die Mitarbeiter – und wir als Mannschaft wollen diesen Leuten, mit einer guten Leistung etwas zurückgeben und dazu beizutragen, dass es hoffentlich ein schöner und erfolgreicher Abend wird. Mit Festtag meine ich aber sicher nicht, dass wir Florenz mal eben im Vorbeigehen schlagen.

...die Bedeutung der UEFA Europa League:

Die Bundesliga ist unser Tagesgeschäft, auf dem unser Hauptaugenmerk liegt. Aber sowohl der DFB-Pokal als auch die Europa League sind zwei hochinteressante Wettbewerbe, die man als Fußballer nie außer Acht lassen wird. Man will immer das Maximale herausholen und so weit wie möglich kommen.

...Duelle mit Teams aus Italien:

Es macht immer großen Spaß, sich mit italienischen Mannschaften zu messen. Sie sind taktisch gut geschult, technisch sehr gut ausgebildet, können aber auch sehr unangenehm und körperbetont spielen. Es sind immer hoch interessante Vergleiche. Mit Wolfsburg bin ich damals gegen Neapel ausgeschieden, und gegen Inter Mailand weiter gekommen – natürlich hoffe ich nun, mit Borussia gegen Florenz ein weiteres erfolgreiches Kapitel hinzufügen zu können.

...den kommenden Gegner:

Florenz ist vielleicht keine typisch italienische Mannschaft. So ist das, wenn ausländische Trainer wie es Paulo Sousa ist, ihre Ideen und Einflüsse einbringen. Ich denke, es kann der italienischen Liga aber nur gut tun, wenn eine Mannschaft einen etwas anderen Spielstil pflegt. Florenz ist vor allem offensiv sehr gut besetzt und legt auch großen Wert auf die Offensive. Ich denke, dass es daher von der Ausrichtung sicher ein anderes Spiel wird als damals mit Wolfsburg gegen Inter Mailand.

...AC-Trainer Paulo Sousa:

Ich weiß, dass er in Basel sehr gute Arbeit geleistet hat, da haben sich auch schon einmal unsere Wege gekreuzt, aber in einem Pflichtspiele haben wir uns noch nie gegenüber gestanden. Ich freue mich, ihn einmal kennenzulernen. Er kennt die Bundesliga und wir sicher etwas einfallen lassen wollen, um uns morgen vor Probleme zu stellen. Doch das sind Herausforderungen, die wir gerne annehmen.

Patrick Herrmann über: 

...das morgige Spiel:

Wir Spieler freuen uns immer über Englische Wochen, weil es für einen Fußballer nichts Schöneres gibt als auf dem Platz zu stehen und Pflichtspiele zu bestreiten. Wir haben daher richtig Bock auf das Sechzehntelfinale der Europa League. Wir haben vor allem, aber auch Bock darauf, eine Runde weiter zu kommen.

...die Entwicklung der Mannschaft seit dem Aus der Europa League gegen Lazio Rom in der Saison 2012/13:

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als wir damals gegen Lazio Rom aus dem Wettbewerb ausgeschieden sind. Es war ein extrem bitterer Moment für uns alle, weil wir eigentlich zwei gute Spiele abgeliefert haben. Die Italiener waren in diesen Spielen aber etwas cleverer. Unser Team war damals noch sehr jung. Wir mussten alle noch dazu lernen. Lazio war damals etwas reifer als wir. Wir sind inzwischen aber alle gereift, haben mehr Spiele gemacht und in der Champions League gespielt. Deswegen bin ich zuversichtlich, dass uns diese dazugewonnene Reife morgen helfen wird.

...die derzeitige Stimmung innerhalb der Mannschaft:

Die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist momentan sehr gut. Wenn man viele Spiele nacheinander verliert, wie wir in der Hinrunde, dann gehen die Köpfe automatisch runter. Momentan klappt bei uns aber viel, daran möchten wir im Spiel morgen anknüpfen.

...das Spielsystem unter Trainer Dieter Hecking:

Das Spielsystem kommt meiner Spielweise, aber auch der ganzen Mannschaft entgegen. Wir verteidigen sehr gut, laufen viel und machen die Räume dadurch für den Gegner eng. Nach vorne sind wir zudem so offenivstark, dass wir jederzeit ein Tor machen können. Das macht uns momentan stark.

...seine Rückkehr nach der langen Verletzungspause: 

Die letzten eineinhalb Jahre sind für mich nicht gut verlaufen. Ich war sehr lange verletzt und habe so gut wie gar nicht gespielt. Während der Champions League-Spiele auf der Tribüne zu sitzen und auch die Partie in Barcelona nur von der Tribüne aus verfolgen zu können, war kein schönes Gefühl. Umso mehr freue ich mich, dass wir in die Europa League eingezogen sind und in dieser hoffentlich noch schöne Spiele vor der Brust haben.

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